Kapitel 1: Du führst ein großartiges Hotel. Warum bekommt Booking.com dann so viel von deinem Umsatz? 🤔
Lass uns kurz rechnen.
Du bekommst eine Buchung im Wert von 1.000 €. Booking.com verrechnet 15 bis 20 % Provision, manchmal sogar mehr. Das sind 150 bis 200 €, die du bereits bezahlt hast, bevor du überhaupt einen Polster aufgeschüttelt hast.
Jetzt multipliziere das mit 70 % deiner jährlichen Buchungen. Genau dort stehen viele unabhängige Hotels heute. Du bezahlst also nicht nur für Gäste. Du finanzierst die Marketingbudgets und Engineering-Teams von OTAs. Während Booking.com, Expedia und Hotels.com gleichzeitig auf deinen eigenen Hotelnamen bieten und gegen dich um deine Gäste konkurrieren.
Hier ist der Punkt: Du bist wahrscheinlich nicht schlecht in Hotellerie. Du hast nur noch keinen eigenen starken Kanal zur Gästegewinnung aufgebaut. Und du besitzt die Gästebeziehung nicht konsequent genug.
Zwischen einer OTA-Buchung und einer Direktbuchung liegt ein riesiger Unterschied. Und es geht nicht nur um Provision. Es geht darum, wem die Beziehung zu den Gästen gehört.
Eine OTA-Buchung bedeutet: gemietete Gäste. Booking.com besitzt die Beziehung. Die Plattform hält die Kontaktdaten. Sie kontrolliert die Kommunikation. Du kannst Gäste nach dem Check-out nicht einfach wieder direkt ansprechen.
Eine Direktbuchung bedeutet: eigene Gäste. Du hast die E-Mail-Adresse. Du weißt besser, warum sie gebucht haben. Du kannst nachfassen, ein Angebot für den nächsten Aufenthalt schicken und aus einmaligen Gästen wiederkehrende Gäste machen.
Und hier kommt der eigentliche Aha-Moment, der diesen ganzen Artikel prägt: Die meisten Hotels haben kein Traffic-Problem. Sie haben ein Discovery- und Conversion-Strukturproblem.
Gäste suchen bereits. Sie finden dich nur nicht klar genug. Oder wenn sie dich finden, gibt ihnen deine Website keinen ausreichend starken Grund, direkt zu buchen.
Ein kurzer Hinweis, bevor wir weitermachen: OTAs sind nicht der Feind. Booking.com, Expedia, Airbnb und Hotels.com können wertvolle Akquisekanäle sein. Besonders, wenn du neue Gäste erreichen oder Zimmer in schwächeren Nachfragephasen füllen möchtest.
Das Problem ist nicht, OTAs zu nutzen. Das Problem beginnt, wenn OTAs deine Hauptstrategie werden, statt nur ein Teil eines ausgewogenen Channel-Mix zu sein.
Das Ziel dieses Artikels ist also nicht, OTAs aus deiner Welt zu löschen. Das Ziel ist, sie von deinem dominanten Kanal zu einem unterstützenden Kanal zu machen. Allein dieser Wechsel kann einen enormen Einfluss auf deine Profitabilität haben.
Genau das bauen wir jetzt auf. 🚀

In diesem Artikel
- Warum OTAs so schwer zu schlagen sind und warum das eigentlich eine gute Nachricht für dein Hotel ist.
- Das Direktbuchungs-Wachstumsystem: ein 6-Schritte-Framework.
- Deep Dive: Wie du jedes Element deines Direktbuchungssystems aufbaust.
- Echte Beispiele: Hotels, die es bereits gut machen.
- Das Direct Booking Growth System: deine Quick-Start-Checkliste.
- Die größere Strategie: das Direct Booking Flywheel.
- Deine nächsten Schritte: wo du anfangen solltest.
- FAQs dazu, wie Hotels ihre Abhängigkeit von Booking.com reduzieren.
Highlights in diesem Artikel
Bevor wir einsteigen, hier kurz, warum die Reduktion deiner Booking.com-Abhängigkeit wichtiger ist, als viele Hotels denken.
✔ Die meisten Hotels haben kein Traffic-Problem. Sie haben ein Discovery- und Conversion-Problem.
Gäste suchen bereits nach Hotels wie deinem. Aber deine Website ist oft nicht so strukturiert, dass Gäste sie finden und direkt buchen.
✔ In diesem Artikel lernst du ein einfaches 6-Schritte-System für mehr Direktbuchungen.
Von einer Website, die wirklich Buchungen erzeugt, bis zu Sichtbarkeit auf Google, AI, Bewertungen und Partnerkanälen.
✔ Du siehst echte Beispiele von Hotels, die auf Google und ChatGPT gefunden werden.
Du verstehst, was sie anders machen und wie klare Positionierung und konsistente Signale zu mehr Empfehlungen und Buchungen führen.
✔ Du bekommst eine praktische Checkliste und einen 30-Tage-Aktionsplan.
Keine Theorie. Nur klare Schritte, die du sofort umsetzen kannst, um mehr Buchungen in deinen eigenen Kanal zu verschieben.
✔ Das Ziel: Deine Website soll dein stärkster Buchungskanal werden, nicht nur eine schöne Broschüre.
So reduzierst du OTA-Abhängigkeit, besitzt die Gästebeziehung und steigerst deine Profitabilität über Zeit.
Kapitel 2: Warum OTAs so schwer zu schlagen sind und warum das eigentlich eine gute Nachricht ist
Booking.com, Expedia und Hotels.com gewinnen nicht, weil sie ein besseres Hotelprodukt haben als du. Sie gewinnen, weil sie Systeme gebaut haben, die perfekt darauf optimiert sind, wie Menschen suchen.
Der wahre Grund, warum OTAs so oft zuerst erscheinen 🔍
Wenn Gäste nach „ruhiges Boutiquehotel Wien mit Parkplatz“ suchen, hat Booking.com dafür eine Seite. Wenn sie nach „Familienhotel nahe Altstadt“ suchen, hat Expedia auch dafür eine Seite. Wenn sie nach „romantisches Wochenende mit Spa“ suchen, ist Hotels.com ebenfalls da.
Diese Plattformen haben tausende Seiten. Eine Seite für jede Kombination aus Lage, Ausstattung, Zielgruppe und Reiseart. Dein Hotel? Wahrscheinlich fünf bis zehn Seiten insgesamt.
Das ist, was ich die Regel „eine Suchintention = eine Seite“ nenne. Und es ist eine der wichtigsten Erkenntnisse in diesem Artikel.
OTAs dominieren, weil sie fast jede mögliche Suche mit einer passenden Seite verbinden. Die meisten Hotelwebsites tun das nicht.
Das ist kein Budgetproblem. Es ist ein Strukturproblem.
Der zweite Grund, warum OTAs gewinnen, ist Positionierung oder eher die fehlende Positionierung auf vielen Hotelwebsites. Wenn deine Homepage sagt „Willkommen in unserem schönen Hotel im Herzen von Wien“, beschreibst du im Grunde jedes Hotel in Wien. Du rankst für nichts, weil du für nichts Spezifisches stehst.
Wenn du versuchst, für alle alles zu sein, wirst du für niemanden die klare Antwort.
OTAs haben dieses Problem weniger, weil ihre Suchalgorithmen für jede Anfrage die passendsten Optionen auswählen.
Der dritte Grund ist etwas, das fast kein unabhängiges Hotel sauber verfolgt: Es gibt keinen Feedback-Loop. Viele Hotels wissen nicht genau, woher Gäste kommen, welcher Kanal Buchungen bringt oder warum Menschen auf der Website waren und dann doch nicht gebucht haben.
Ohne diese Daten fliegst du blind. Und jeder Marketing-Euro ist eine Vermutung. Aber genau deshalb ist das eigentlich eine gute Nachricht. Diese Probleme sind lösbar. Du brauchst kein Booking.com-Budget. Du brauchst die richtige Struktur, den richtigen Content und die richtigen Kanäle, konsequent umgesetzt. Lass uns dieses System jetzt bauen.
Möchtest du mehr als eine Seite auf deiner Hotel-WeBsite versbessern?
Im Hotel Hub findest du praktische Guides, Beispiele und Frameworks, die dir helfen, deine Hotelwebsite zu einem stärkeren Buchungskanal zu machen.
Kapitel 3: Das Direktbuchungs-Wachstumsystem: Ein 6-Schritte-Framework 🏗️
Bevor wir in die einzelnen Schritte gehen, schauen wir auf das große Bild.
Die meisten Hotels starten bei Schritt 4 oder 5. Sie schalten ein paar Google Ads, eröffnen einen Instagram-Account und wundern sich, warum sich kaum etwas verändert.
Der echte Hebel liegt aber in den Schritten 1, 2 und 3. Alles danach verstärkt eine starke Grundlage. Wenn du die Grundlage überspringst, gießt du Wasser in einen undichten Eimer. Sieht nach Aktivität aus, aber am Ende bleibt wenig übrig.
Das Direct Booking Growth System besteht aus sechs Schritten:
- Stelle ein starkes Direktbuchungsangebot auf deine Hotelwebsite.
- Baue eine conversion-starke Website, also deine echte Buchungsmaschine.
- Strukturiere deine Website für Google- und AI-Sichtbarkeit.
- Baue unterstützende Sichtbarkeitssignale auf, zum Beispiel Google Business, Bewertungen und Partner.
- Ergänze kontrollierte Traffic-Kanäle, zum Beispiel Google Ads, Meta Ads und Newsletter.
- Erstelle einen Feedback- und Optimierungs-Loop.
Wenn du diese Schritte konsequent umsetzt, verschiebst du Buchungen Schritt für Schritt weg von Booking.com, Expedia, Airbnb und Hotels.com und hin zu deinem eigenen Kanal.

Kapitel 4: Deep Dive: Baue jedes Element deines Direktbuchungssystems auf
Jetzt schauen wir uns das vollständige Direktbuchungssystem Schritt für Schritt an. Das Wichtige: Du musst nicht alles gleichzeitig reparieren. Eine starke Direktbuchungsstrategie entsteht Schritt für Schritt.
Zuerst machst du deine Website zum besten Ort, um zu buchen. Danach verbesserst du das Buchungserlebnis. Dann sorgst du dafür, dass dein Hotel auf Google, in AI-Tools und über andere Kanäle leichter gefunden wird. Und schließlich misst du, was funktioniert, damit du weiter verbessern kannst.
Sieh dieses Kapitel als praktische Roadmap. Jeder Schritt gibt dir einen Baustein des Systems und eine konkrete Maßnahme, die du heute umsetzen kannst. Wir starten dort, wo jede Direktbuchungsstrategie starten sollte: bei deiner eigenen Website.
Schritt 1: Mach deine Website zum besten Ort, um zu buchen 💳
Gerade vergleichen Gäste zwei Optionen. Option A: Booking.com oder Expedia. Vertraut, schnell, Loyalitätspunkte, flexible Stornierung. Option B: deine Website. Was bietet deine Website, das OTAs nicht bieten?
Wenn du darauf keine klare Antwort hast, ist das deine erste Hausaufgabe.
Die gute Nachricht: Du hast einen enormen Vorteil, den Booking.com niemals replizieren kann. Du kontrollierst dein Angebot. Du kannst Vorteile schaffen, die es nur bei Direktbuchung gibt.
Das können zum Beispiel sein:
- Eine Bestpreis-Garantie: „Buche direkt und erhalte unseren niedrigsten Preis. Wenn du denselben Aufenthalt woanders günstiger findest, passen wir den Preis an und geben dir zusätzlich 5 % Rabatt.“ Das ist auch ein starkes Signal, wenn eine Plattform deine Preise unterbietet.
- Bessere Zimmerzuteilung: „Direktbuchende Gäste bekommen bevorzugt Zimmer- und Etagenwünsche.“
- Kostenloses Upgrade nach Verfügbarkeit: Für dich kostet es bei passender Auslastung wenig oder nichts, für Gäste fühlt es sich sehr wertvoll an.
- Kleine Extras: Willkommensgetränk, Late Check-out, lokaler Guide, Frühstück inklusive oder ein kleines Geschenk im Zimmer. Diese Dinge kosten oft wenig, wirken aber stark.
- Flexible Stornierung: Wenn deine OTA-Rate strengere Bedingungen hat, kannst du direkt mehr Flexibilität bieten.
Ein Hotel, das das sehr gut macht, ist Hotel Stadthalle Wien. Sie kommunizieren klar, warum eine Direktbuchung besser ist, direkt auf der Homepage. Das könnte man sogar noch stärker machen, etwa mit einer Preisvergleichs- oder Preis-Match-Garantie. Es ist ein starkes Vertrauenssignal.
Wichtig: Prüfe vorher deine OTA-Verträge. Viele OTA-Verträge enthalten Ratenparitätsklauseln, die dich einschränken können, öffentlich niedrigere Preise auf deiner eigenen Website anzubieten. Wenn das auf dich zutrifft, ist das kein Problem. Dann geh nicht über niedrigere Zimmerpreise, sondern über zusätzliche Werte.
Ein kostenloses Frühstück, Late Check-out, ein Willkommensgetränk, ein Upgrade nach Verfügbarkeit oder flexiblere Stornierung sind für Gäste sehr attraktiv und lösen oft keine Ratenparitätsprobleme aus.
Gäste wählen nicht immer den niedrigsten Preis. Sie wählen oft das Angebot mit dem klarsten Mehrwert.
Denk außerdem an wiederkehrende Gäste. Das sind deine wärmsten Leads. Kontaktiere frühere Gäste direkt und biete ihnen einen Treuerabatt oder einen exklusiven Vorteil für die nächste Direktbuchung an. Keine Provision. Kein Zwischenhändler.
👉 Was du heute noch umsetzen kannst: Ergänze auf deiner Homepage und Buchungsseite eine „Warum direkt buchen?“-Box. Liste 3 bis 5 konkrete Vorteile. Mach sie visuell. Mach sie schwer zu übersehen.
Schritt 2: Verwandle deine Website in eine Buchungsmaschine, nicht in eine Broschüre 🖥️
Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen einer Broschüren-Website und einer Buchungsmaschinen-Website. Eine Broschüre sagt: „So schön ist unser Hotel.“ Eine Buchungsmaschine beantwortet jede wichtige Frage und macht es reibungslos, zu buchen.
Die meisten Hotelwebsites sind schöne Broschüren. Sie haben starke Fotos. Sie haben eine freundliche „Willkommen in unserem Hotel“-Einleitung. Aber sie beantworten nicht die Fragen, die Gäste wirklich haben.
Gibt es Parkplätze? Was ist beim Frühstück inkludiert? Ist dieses Zimmer für zwei Erwachsene und ein Kleinkind geeignet? Wie sind die Stornobedingungen, wenn sich Pläne ändern? Gibt es eine Klimaanlage? Wie weit ist der Bahnhof entfernt? Ist das Zimmer ruhig?
Hier ist die Regel, nach der ich arbeite:
Jede unbeantwortete Frage ist eine potenziell verlorene Buchung.
Gäste, die eine Antwort nicht finden, rufen nicht automatisch an. Viele schließen den Tab und buchen woanders.
Eine hochkonvertierende Hotelwebsite braucht drei Elemente.
- Erstens: Ein immer sichtbarer Buchungs-CTA. Ein sticky „Jetzt buchen“-Button, der beim Scrollen sichtbar bleibt. Gäste sollten nie mehr als einen Klick davon entfernt sein, eine Buchung zu starten.
- Zweitens: Preistransparenz. Zeige zumindest einen Einstiegspreis wie „ab 180 € pro Nacht“. Gäste, die einen Preis sehen, gehen eher in die Buchungsstrecke als Gäste, die nichts sehen und vermuten, dass es teuer wird.
- Drittens: Zero-Uncertainty Content. Beantworte alles, was eine Buchung verhindern könnte: Check-in-Zeiten, Parken, Haustierregelung, Barrierefreiheit, Umgebung, Frühstück, Stornierung, Zahlungsarten und was inkludiert ist.
Für Zimmerseiten habe ich einen eigenen Guide geschrieben, den du nutzen kannst:
Wie du Hotelzimmerbeschreibungen erstellst, die Direktbuchungen gewinnen
👉 Was du heute noch umsetzen kannst: Öffne deine Website auf dem Handy. Findest du den „Jetzt buchen“-Button, ohne zu scrollen? Siehst du einen Preis? Findest du die Stornobedingungen in unter 30 Sekunden? Wenn nicht, repariere diese drei Punkte zuerst.
Schritt 3: Mach deine Website auf Google und in AI Search sichtbar 🔎
Hier ist ein Perspektivwechsel, der alles verändert: Du rankst nicht einfach als Hotel. Du rankst für konkrete Probleme und Wünsche.
Wenn Menschen Google nutzen, suchen sie nicht nur „Hotel“. Sie suchen Dinge wie:
- „Hotel mit Rooftop nahe Wiener Innenstadt“
- „ruhiges Boutiquehotel für Paare in Wien“
- „Familienhotel nahe Prater mit Parkplatz“
- „Hotel für Remote Work in Wien“
Jede dieser Suchanfragen hat eine konkrete Suchintention. Und jede davon verdient eine eigene Seite auf deiner Website, die genau diese Frage beantwortet. Das ist dieselbe Strategie, die OTAs mit tausenden Seiten nutzen. Du kannst sie im kleineren Maßstab ebenfalls einsetzen, angepasst an deine Positionierung.
Ich habe über 1.000 Hotel-Suchergebnisse in einer Case Study analysiert. Das Muster war klar: Hotels, die auf Google ranken, kommunizieren sehr deutlich, was sie sind, für wen sie passend sind und wo sie liegen. Und sie tun das nicht nur einmal. Sie tun es konsistent über Homepage, Zimmerseiten, Lage-Seite und ergänzende Inhalte hinweg.
Diese Logik gilt inzwischen auch für AI Search Tools wie ChatGPT, Gemini und Perplexity. Diese Tools raten nicht, wie dein Hotel ist. Sie fassen zusammen, was du klar kommunizierst.
Wenn deine Website vage ist, überspringen AI-Tools dich eher. Wenn sie spezifisch und gut strukturiert ist, können AI-Tools dich leichter empfehlen.
Eine zentrale Regel für AI Discovery ist: AI-Tools brauchen wiederholte, konsistente Signale über mehrere Quellen hinweg. Wenn deine Website dich als „ruhiges Boutiquehotel“ beschreibt, Bewertungen von „friedlicher Atmosphäre“ sprechen, dein Google Business Profile schöne Frühstücksfotos zeigt und Reiseblogs deine Lage am Spittelberg erwähnen, dann hat AI mehr Vertrauen, dich für genau diese Suche zu empfehlen.
Es reicht nicht, es einmal zu sagen. Du musst es an den richtigen Stellen wiederholen und von anderen bestätigen lassen.
Ein gutes Beispiel: Als ich ChatGPT nach einem ruhigen Boutiquehotel mit gutem Frühstück gefragt habe, wurde ein Wiener Hotel empfohlen, das sich auf der Website genau so positioniert und dessen Bewertungen diese Positionierung bestätigen.
AI rät nicht. AI fasst zusammen, was du klar kommunizierst.
Starte mit deiner Positionierung: Was macht dein Hotel besonders und für wen ist es ideal? Dann strukturiere deine Website so, dass Menschen, Suchmaschinen und AI-Tools das verstehen.
Dazu habe ich eigene Guides geschrieben:
AI-Suche für Hotels: Wie dein Hotel von ChatGPT, Gemini und Google empfohlen wird
Hotel-SEO: Wie Hotels mehr Direktbuchungen über Google & ChatGPT bekommen
👉 Was du heute noch umsetzen kannst: Schreibe fünf konkrete Dinge auf, die Gäste an deinem Hotel lieben. Prüfe dann, ob genau diese Dinge klar auf deiner Website stehen. Wenn nicht, ergänze sie.
Schritt 4: Baue unterstützende Sichtbarkeitssignale auf 📣
Optimiere dein Google Business Profile
Wenn du dein Google Business Profile noch nicht eingerichtet hast, hör kurz auf zu lesen und mach das. Es ist eines der stärksten kostenlosen Tools für jedes Hotel.
Wenn Gäste nach Hotels in deiner Region suchen, zeigt Google oft ein Local Pack. Das ist die Kartenansicht mit Hotel-Listings. Hotels mit starken Business Profiles erscheinen dort. Hotels ohne saubere Profile haben es deutlich schwerer.
Ein starkes Profil ist vollständig und aktuell. Adresse, Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten oder Rezeptionszeiten müssen stimmen. Ergänze hochwertige Fotos von Innenräumen, Außenansicht, Zimmern, Frühstück, Team und wichtigen Bereichen.
Fotos sind einer der stärksten Vertrauensfaktoren in der lokalen Suche.
Fülle außerdem die Q&A-Sektion aus. Sie wird oft unterschätzt, ist aber ein wertvolles SEO- und AI-Signal. Und ganz wichtig: Achte darauf, dass deine Kategorie korrekt gesetzt ist, zum Beispiel Hotel, Boutiquehotel, Wellnesshotel oder ähnliches.
Ein gutes Google Business Profile hilft dir auch dabei, Google-Bewertungen aufzubauen. Und genau darum geht es im nächsten Punkt.
Sammle Bewertungen außerhalb von OTAs 🌟
Wenn Gäste Bewertungen über dein Hotel lesen wollen, landen sie oft auf Booking.com, Expedia oder Tripadvisor. Das ist problematisch, weil sie dadurch direkt wieder im OTA-Ökosystem sind und dort auch deine Wettbewerber sehen.
Google-Bewertungen durchbrechen dieses Muster.
Wenn du starke Google-Bewertungen hast, können potenzielle Gäste Social Proof sehen, ohne eine OTA besuchen zu müssen.
Bitte deshalb möglichst viele Gäste nach dem Aufenthalt um eine Google-Bewertung. Schicke eine Follow-up-Mail mit direktem Link. Das dauert für Gäste zehn Sekunden und macht langfristig einen großen Unterschied.
Noch ein Tipp: Wenn du auf Bewertungen antwortest, nutze natürliche Sprache, die deine Positionierung stärkt. Wenn jemand schreibt „das Zimmer war so ruhig“, antworte zum Beispiel:
„Vielen Dank, es freut uns sehr, dass Sie die ruhige Atmosphäre genossen haben. Genau das ist uns wichtig, besonders für Gäste, die zentral wohnen und trotzdem gut schlafen möchten.“
Damit nutzt du Bewertungen nicht nur als Kundenservice-Moment, sondern auch als SEO- und AI-Signal.
Arbeite mit Reiseblogs und Tourismusseiten zusammen 📰
Hier ist ein Kanal, den viele Hotels völlig ignorieren: Reiseblogs und Tourismusseiten, die bereits auf Google ranken.
Wenn Menschen nach „beste Boutiquehotels in Wien“ suchen, klicken sie oft nicht direkt auf eine Hotelwebsite, sondern auf einen Reiseblog oder lokalen Guide. Wenn dein Hotel in solchen Artikeln erwähnt wird, bekommst du geliehene Sichtbarkeit.
Ein Beispiel: Der Guide von The Travel Tortoise zu Boutiquehotels in Wien erscheint gut sichtbar in Google. Wenn dein Hotel dort gelistet ist, bekommst du Glaubwürdigkeit, Vertrauen und einen zusätzlichen Entdeckungskanal.
Wie kommst du in solche Artikel? Kontaktiere relevante Blogger und Tourismusseiten. Biete ihnen eine kleine Provision für jede Buchung an, die sie bringen. So zahlst du nur, wenn ein Ergebnis entsteht, ähnlich wie bei einer OTA, aber oft zu besseren Konditionen.
Achte darauf, dass sie direkt auf deine Website verlinken, nicht nur deinen Namen erwähnen. Dieser Link ist wichtig für SEO und gibt Gästen einen direkten Weg zu deiner Buchungsstrecke.
Für SEO und AI Discovery stärken solche Links außerdem die Autorität deiner Website.
Optional: Erstelle Videos 🎬
Wenn du gerne Content machst und eine neue Fähigkeit lernen möchtest, können kurze Videos über dein Hotel und die Umgebung zusätzliche organische Sichtbarkeit bringen. Veröffentliche sie auf YouTube, deiner Website und dort, wo deine Gäste online unterwegs sind.
Wichtig ist echter Mehrwert. Mach nicht nur eine Hoteltour. Erstelle auch Videos zu lokalen Tipps, versteckten Orten in der Nähe oder saisonalen Events. Denk daran, was Gäste vor ihrer Reise wissen möchten, und erstelle genau dazu Content.
Erzwinge das nicht, wenn es dir keinen Spaß macht. Aber wenn es zu dir passt, ist es ein kostenloser Kanal mit langfristigem Potenzial.
Schritt 5: Ergänze bezahlte und eigene Traffic-Kanäle 💰
Nutze Google Ads, aber bitte richtig
Viele unabhängige Hotels nutzen Google Ads gar nicht. Oder sie werfen Geld auf breite Keywords wie „Hotel Wien“ und wundern sich, warum es teuer ist und wenig bringt.
Smarte Google Ads für Hotels funktionieren nicht breit. Sie funktionieren eng.
Bevor du Anzeigen schaltest, sollte deine Positionierung klar sein. Dann targetest du Suchbegriffe, die zu genau dieser Positionierung passen:
- „Boutiquehotel Spittelberg Wien“
- „ruhiges Hotel mit Parkplatz Wien 1. Bezirk“
- „romantisches Wochenende Wien adults only“
Diese Keywords sind oft günstiger und haben eine höhere Buchungsabsicht.
Aber es gibt eine Sache, die nicht verhandelbar ist: Biete auf deinen eigenen Hotelnamen.
Jeden Tag schalten OTAs Anzeigen auf Hotelnamen. Wenn Menschen nach „Hotel [dein Name]“ suchen, wollen sie eigentlich zu dir. Wenn Booking.com über deiner eigenen Website erscheint, zahlst du am Ende Provision für Gäste, die bereits nach dir gesucht haben.
Auf den eigenen Namen zu bieten kostet meistens wenig und schützt Gäste, die eigentlich schon dir gehören.
Wenn du neu mit Google Ads startest, bietet Google kostenlose Unterstützung für die Einrichtung deiner ersten Kampagne. Nutze das ruhig.
👉 Was du heute noch umsetzen kannst: Suche bei Google nach deinem Hotelnamen. Erscheint Booking.com über deiner Website? Wenn ja, setze diese Woche eine Brand-Protection-Kampagne auf.
Baue einen Newsletter-Flow, der konvertiert 📧
Nicht alle Gäste sind bereit zu buchen, wenn sie deine Website zum ersten Mal besuchen. Ein Newsletter gibt dir eine zweite Chance, ohne Provision zu zahlen.
Ergänze eine Newsletter-Anmeldung auf deiner Website mit einem klaren Anreiz. Etwas Einfaches funktioniert oft gut:
„Abonnieren und 5 % Rabatt auf die erste Direktbuchung erhalten.“
Oder:
„Erhalte unseren Insider-Guide für [deine Stadt] und exklusive Mitgliederangebote.“
Danach baust du eine automatisierte E-Mail-Sequenz für neue Abonnenten auf.
- E-Mail 1: Willkommen und was dein Hotel besonders macht. Dein USP in drei Sätzen.
- E-Mail 2: Ein genauerer Blick auf deine Zimmer und das Erlebnis.
- E-Mail 3: Tipps zur Umgebung. Deine liebsten Restaurants, versteckten Orte und saisonalen Events.
- E-Mail 4: Ein besonderes Angebot oder ein Anreiz zur Buchung.
Diese Sequenz arbeitet, während du schläfst. Sobald sie eingerichtet ist, durchlaufen alle neuen Abonnenten sie automatisch.
Und im Unterschied zu OTA-Buchungen hast du jetzt eine direkte Verbindung zu potenziellen Gästen.
Schritt 6: Miss alles und verbessere, was funktioniert 📊
Das ist der Schritt, den viele Hotels überspringen. Und genau dieser Schritt verwandelt alle anderen Maßnahmen von „haben wir mal probiert“ in einen echten Wettbewerbsvorteil.
Die einfache Wahrheit ist: Die meisten Hotels brauchen nicht einfach mehr Traffic. Sie müssen verstehen, was bereits funktioniert.
Und das geht nur mit Tracking. Starte mit einem einfachen Framework.
Discovery: Wie finden Menschen dein Hotel?
Welche Kanäle bringen Traffic auf deine Website? Organische Suche, Google Ads, Reiseblogs, direkte Besuche? Welcher Anteil deiner Buchungen kommt über welchen Kanal?
Conversion: Buchen Besucher?
Wie hoch ist deine Conversion Rate von Websitebesuchern zu Buchungen? Wo springen Menschen ab? Welche Seiten haben hohe Exit Rates?
Positionierung: Ziehst du die richtigen Gäste an?
Beschreiben buchende Gäste dein Hotel so, wie du es positionierst? Sind sie zufrieden mit dem, was sie gefunden haben?
Kanäle: Was kostet dich eine Buchung pro Kanal?
Vergleiche zum Beispiel Google Ads Kosten pro Buchung mit OTA-Provision. Was ist günstiger? Was bringt die besseren Gäste? Was ist skalierbar?
Starte mit Google Analytics und Google Search Console. Beide sind kostenlos und in weniger als einer Stunde eingerichtet.
Sobald du Daten hast, triffst du Entscheidungen nicht mehr aus dem Bauch, sondern auf Basis von echten Signalen. Genau dann beginnt das Flywheel zu drehen.
Willst du mehr Hotelwebsite-Ideen wie diese?
Ich teile regelmäßig praktische Gedanken zu Hotel-SEO, AI Search, Direktbuchungen, Website-Klarheit und wie unabhängige Hotels leichter gefunden und direkt gebucht werden.
Kapitel 5: Echte Beispiele: Hotels, die das gut machen ✅
Ich möchte dir fünf Hotels aus meiner Recherche zeigen, die einzelne Elemente dieses Frameworks wirklich gut umsetzen.
Beispiel 1: Sichtbarkeit in lokalen Google-Ergebnissen

Wenn du nach Hotels in einem bestimmten Wiener Bezirk suchst, siehst du oft oben in Google ein lokales Kartenpaket. Die Hotels, die dort erscheinen, haben ihre Hausaufgaben gemacht: ein vollständiges Google Business Profile, starke Bewertungen und konsistente NAP-Daten, also Name, Adresse und Telefonnummer, im Web. Manche schalten zusätzlich Google Ads, um ihre Sichtbarkeit abzusichern.
Was du kopieren kannst: Richte dein Google Business Profile ein oder aktualisiere es. Ergänze mindestens 20 gute Fotos und sammle aktiv Google-Bewertungen von Gästen.
Beispiel 2: Boutique Hotel SPIESS & SPIESS: Ein Hotel, das von ChatGPT empfohlen wurde 🤖

Ich habe das selbst getestet. Ich fragte ChatGPT:
„Kannst du mir ein ruhiges Boutiquehotel in Wien mit ausgezeichnetem Frühstück empfehlen?“
ChatGPT empfahl mir Boutique Hotel SPIESS & SPIESS.
Warum genau dieses Hotel? Weil die Website klar und wiederholt beschreibt, dass das Hotel ruhig und im Boutique-Stil ist. Außerdem gibt es einen eigenen Bereich zum Frühstück. Bewertungen auf mehreren Plattformen bestätigen diese Signale.
ChatGPT hat dieses konsistente Signal zusammengefasst und als Empfehlung ausgespielt.
Was du kopieren kannst: Definiere deine zwei bis drei stärksten Positionierungsaussagen. Stelle sicher, dass genau diese Qualitäten auf Homepage, Zimmerseiten, Über-uns-Seite und in Bewertungen sichtbar sind.
Dann können AI-Tools dich leichter finden und empfehlen.
Beispiel 3: Hotel Stadthalle: Direktbuchung richtig gemacht

Hotel Stadthalle stellt die Direktbuchungsvorteile prominent dar. Man sieht sofort auf der Website, warum Gäste direkt buchen sollten und was sie davon haben. Klar, visuell und überzeugend.
Du könntest das noch weiter verstärken, zum Beispiel mit einer Preis-Match-Garantie: „Wenn Sie denselben Aufenthalt für dieselben Daten irgendwo günstiger finden, passen wir den Preis an und geben Ihnen zusätzlich 5 % Rabatt.“ Das schützt deinen Bestpreis auf der Website, baut Vertrauen auf und liefert dir nützliche Marktdaten, wenn Plattformen dich unterbieten.
Was du kopieren kannst: Erstelle einen „Warum direkt buchen?“-Bereich und platziere ihn auf Homepage und Buchungsseite. Mach ihn spezifisch. Drei bis fünf konkrete Vorteile, klar formuliert.
Beispiel 4: The Travel Tortoise: Geliehene Sichtbarkeit über einen Reiseblog

Dieser Artikel von The Travel Tortoise rankt für „best boutique hotels in Vienna“. Menschen suchen diesen Begriff, klicken den Artikel, sehen eine kuratierte Liste von Hotels und klicken zu einem Hotel weiter.
Auf so einer Liste zu stehen, ist ein Discovery-Kanal. Er kostet im besten Fall nichts upfront oder nur eine Provision, wenn wirklich Buchungen entstehen. Außerdem schafft eine Empfehlung von Dritten Vertrauen.
Was du kopieren kannst: Suche nach „beste Hotels in [deine Stadt]“ und „Top Boutiquehotels in [deine Region]“. Finde Blogs und Guides, die auf Seite 1 ranken. Kontaktiere sie. Biete ein Provisionsmodell oder eine einmalige Vergütung für eine Aufnahme an. Achte darauf, dass sie auf deine Website verlinken.
Beispiel 5: Miiro Spittelberg: Lokale Suche mit Content-Strategie gewinnen

Miiro Spittelberg ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein neueres oder rebrandetes Hotel lokale Suche gewinnen kann. Das Hotel positioniert sich klar in seinem unmittelbaren Viertel, Spittelberg, und zieht diese Positionierung über Homepage, Zimmerseiten und lokalen Content durch.
Es beschreibt Zimmer und Restaurant im Detail. Es beantwortet Fragen dazu, was die Lage besonders macht. Dadurch rankt das Hotel für Spittelberg-bezogene Suchanfragen über mehrere Zielgruppen hinweg, auch in Suchkategorien, in denen nahe Wettbewerber gar nicht sichtbar sind.
Was du kopieren kannst: Identifiziere dein direktes Viertel, nahe Sehenswürdigkeiten und lokale Attraktionen. Stelle sicher, dass diese natürlich und regelmäßig auf deiner Website erwähnt werden. Werde die hilfreichste Quelle über deine direkte Umgebung für potenzielle Gäste.
Praktische Hotelwebsite-Ideen in deinem Postfach
In meinem Newsletter teile ich klare, umsetzbare Ideen für Hotelinhaber und Hotelmarketer, die möchten, dass mehr Gäste ihr Hotel finden, ihm vertrauen und direkt buchen.
Kapitel 6: Das WachstumsSystem für Direktbuchungen: Deine Quick-Start-Checkliste ✔️
Geh diese Punkte in der Reihenfolge durch. Jeder erledigte Punkt verschiebt mehr Buchungen in deinen eigenen Kanal.
1. Discovery: Finden Gäste dein Hotel?
☐ Ist Google Analytics auf deiner Website installiert?
☐ Ist Google Search Console eingerichtet, damit du siehst, welche Suchanfragen Menschen auf deine Website bringen?
☐ Weißt du, welcher Anteil deiner Buchungen aus welchem Kanal kommt, zum Beispiel OTAs, direkt, Google Ads oder Referrals?
☐ Wenn mehr als 50 % deiner Buchungen über OTAs kommen, ist deine Priorität der Aufbau eigener Discovery-Kanäle.
2. Conversion: Buchen Besucher?
☐ Ist ein sticky „Jetzt buchen“-Button jederzeit auf deiner Website sichtbar?
☐ Zeigt deine Website einen Einstiegspreis?
☐ Werden häufige Gästefragen auf deiner Website beantwortet, zum Beispiel Anreise, Parken, Frühstück, Stornierung oder Barrierefreiheit?
☐ Funktioniert deine Website gut auf dem Handy? Öffne sie selbst und versuche zu buchen.
☐ Bietest du beliebte Zahlungsarten an? Funktionieren sie in den Ländern deiner Gäste?
3. Positionierung: Stehst du klar für etwas?
☐ Kannst du dein Hotel in einem Satz beschreiben, inklusive Zielgruppe und Besonderheit?
☐ Steht diese Beschreibung auf Homepage, Zimmerseiten und Google Business Profile?
☐ Verwenden Bewertungen deiner Gäste dieselbe Sprache, mit der du dein Hotel beschreibst?
4. Kanäle: Nutzt du die richtigen Kanäle?
☐ Ist dein Google Business Profile vollständig, mit Fotos, Kategorien und Q&A?
☐ Sammelst du aktiv Google-Bewertungen von Gästen?
☐ Bietest du in Google Ads auf deinen eigenen Hotelnamen?
☐ Hast du einen Newsletter mit mindestens 3 automatisierten E-Mails für neue Abonnenten?
☐ Hast du Reiseblogs oder Tourismusseiten wegen einer Erwähnung kontaktiert?
5. Tracking: Lernst du und verbesserst du?
☐ Prüfst du deine Channel Performance mindestens einmal pro Monat?
☐ Kennst du deine Kosten pro Buchung je Kanal im Vergleich zur OTA-Provision?
☐ Fragst du Gäste, wie sie dich gefunden haben?
Deine ersten 30 Tage: Ein Aktionsplan Woche für Woche 🗓️
Die Checkliste zeigt dir, was du tun solltest. Dieser Plan zeigt dir, wann. Wenn du nur das in den nächsten 30 Tagen umsetzt, bist du bereits weiter als die meisten unabhängigen Hotels.
Woche 1: Repariere die Grundlage
Ergänze einen „Warum direkt buchen?“-Bereich auf Homepage und Buchungsseite mit 3 bis 5 konkreten Vorteilen.
Stelle sicher, dass dein „Jetzt buchen“-Button jederzeit sichtbar ist, entweder sticky oder im Header.
Ergänze einen Einstiegspreis wie „ab X € pro Nacht“ an einer sichtbaren Stelle auf der Homepage.
Prüfe deine Website auf dem Handy. Ist alles leicht zu finden und klickbar?
Woche 2: Baue deine Discovery-Basis
Richte dein Google Business Profile ein oder aktualisiere es: richtige Kategorie, vollständige Beschreibung, mindestens 20 Fotos.
Richte Google Search Console ein. Das ist kostenlos und dauert etwa 30 Minuten. So siehst du, welche Suchanfragen dir Traffic bringen.
Beginne aktiv damit, Gäste um Google-Bewertungen zu bitten. Richte eine Follow-up-Mail mit direktem Bewertungslink ein.
Woche 3: Starte deine Traffic-Kanäle
Setze eine Google-Ads-Kampagne für deinen Hotelnamen auf. Das ist nicht verhandelbar, wenn OTAs auf deinen Namen bieten und dir Brand-Suchen abfangen.
Ergänze eine Newsletter-Anmeldung auf deiner Website mit einem einfachen Anreiz.
Schreibe deine ersten drei automatisierten E-Mails für neue Abonnenten und plane sie ein.
Woche 4: Baue dein Sichtbarkeitsnetzwerk
Suche nach „beste Hotels in [deine Region]“ und identifiziere 5 Reiseblogs oder Tourismusseiten, die auf Seite 1 ranken.
Schicke personalisierte Nachrichten an 2 bis 3 davon und schlage eine Kooperation, Provision oder Aufnahme in einen Guide vor.
Prüfe Google Analytics oder deine Channel-Manager-Daten: Woher kommen deine Buchungen wirklich?
Am Ende von Tag 30 hast du eine stärkere Website, aktive Discovery-Signale, Brand-Schutz auf Google und ein Newsletter-System, das für dich arbeitet. Rund um die Uhr. Ohne für jede Buchung Provision zu zahlen. 🎯
Kapitel 7: Die größere Strategie: Das Direktbuchungs-Flywheel 🔄
So möchte ich, dass du über das alles nachdenkst: nicht als Liste von Aufgaben, sondern als Flywheel, das über Zeit Momentum aufbaut.
Discovery → Buchung → großartige Erfahrung → Bewertung → mehr Discovery
Bevor wir weitermachen, setzen wir ein realistisches Ziel. Eine gesunde Direktbuchungsstrategie bedeutet nicht 100 % Direktbuchungen. Das ist nicht realistisch und ehrlich gesagt auch nicht unbedingt wünschenswert. OTAs werden immer eine Rolle spielen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Aber für viele unabhängige Hotels kann bereits der Sprung von 20 % Direktbuchungen auf 35 bis 45 % Direktbuchungen einen dramatischen Einfluss auf den Jahresgewinn haben.
Jeder Prozentpunkt, der von OTA zu direkt wandert, bedeutet gesparte Provision. Und diese Einsparung geht direkt in deine Marge.
Das ist dein Benchmark. Nicht Perfektion. Sondern sinnvoller, wachsender Fortschritt. Es beginnt damit, dass Gäste dein Hotel über Google, AI, einen Reiseblog oder eine Empfehlung finden. Sie besuchen deine Website, die nicht nur schön ist, sondern wirklich als Buchungsmaschine funktioniert: klar, vertrauenswürdig und einfach zu bedienen.
Sie buchen direkt. Sie reisen an. Du lieferst genau das, was du versprochen hast, oder mehr. Sie hinterlassen eine Google-Bewertung. Diese Bewertung stärkt deine Positionierung für die nächsten Gäste, die dasselbe suchen. Das Flywheel dreht sich. Deshalb glaube ich so stark daran, dass die Discovery und Kundenakquise deines Hotels nicht auf gemietetem Land leben sollte. Sie sollte dir gehören.
OTAs sind ein Werkzeug. Sie sind keine Strategie.
Das Ziel ist nicht, Booking.com, Expedia oder Hotels.com aus deinem Channel-Mix zu löschen. Das Ziel ist, sie zu unterstützenden Kanälen zu machen, nicht zu deinem dominanten Kanal. Wenn dir die Gästebeziehung gehört, gehört dir das Wachstum. Dann konkurrierst du stärker über Erlebnis und Wert, nicht nur über Preis.
Ein niedrigerer variabler Marketingkostenanteil pro Buchung bedeutet außerdem, dass du mehr in das investieren kannst, was das ganze Flywheel antreibt: das Gästeerlebnis.
Bessere Erlebnisse führen zu besseren Bewertungen. Bessere Bewertungen führen zu besserer Discovery. Du musst nicht über Preis konkurrieren. Du konkurrierst über Wert und kannst es dir leisten, diesen Wert zu liefern. Das ist der Kreislauf, den du aufbauen willst: Dein Hotel konsequent mit passenden Gästen füllen, ihnen mehr geben als erwartet und beobachten, wie das System über Zeit stärker wird.
Ich habe gesehen, dass das funktioniert. Auch bei Hotels, die fast ohne direkten Traffic gestartet sind und innerhalb von 12 Monaten einen relevanten Anteil ihrer Buchungen über den eigenen Kanal aufgebaut haben.
Du kannst das schaffen. Die Tools existieren. Die Strategie ist klar. Und die Gäste suchen bereits nach genau dem, was du anbietest. Jetzt müssen wir nur sicherstellen, dass sie dich finden. 💪
Kapitel 8: Deine nächsten Schritte: Wo du auf patricklindbichler.com starten kannst 🔗
Alle Tools, Guides und Ressourcen, die du brauchst, um dieses System umzusetzen, findest du hier:
Starte mit deiner Website-Grundlage:
Danach machst du deine Website auffindbar:
Fazit: Wie Hotels ihre Abhängigkeit von Booking.com reduzieren
Die Abhängigkeit von Booking.com zu reduzieren ist kein Kampf, den du über Nacht gewinnst. Aber es ist ein Kampf, den du Schritt für Schritt gewinnen kannst.
Die Hotels, die darin erfolgreich sind, haben eine gemeinsame Haltung: Sie behandeln ihre Website als wichtigsten Vertriebskanal, nicht als Nebensache.
Sie investieren darin, gefunden zu werden. Über Google, AI, Reiseblogs und Bewertungen. Sie machen Direktbuchungen klar besser als Buchungen über OTAs. Und sie messen, was funktioniert, damit sie mehr davon machen können.
Du hast bereits die wichtigste Grundlage: ein echtes Hotel, mit echter Geschichte und echten Gästen, die sich für dich entschieden haben.
Jetzt geht es darum, dass die nächsten Gäste dich finden, ohne dass du 15 bis 20 % an Booking.com, Expedia oder Hotels.com abgibst.
Wenn du Fragen zu einem der Schritte hast, deine konkrete Situation besprechen möchtest oder einfach über Hotelstrategie sprechen willst, melde dich direkt über patricklindbichler.com. Ich helfe dir gerne. 🙌
FAQs: Wie Hotels ihre Abhängigkeit von Booking.com reduzieren
1. Wie lange dauert es, bis Verbesserungen meiner Direktbuchungsstrategie Ergebnisse zeigen?
Die ehrliche Antwort: Es hängt davon ab, wo du startest.
Quick Wins wie eine „Warum direkt buchen?“-Sektion, ein optimiertes Google Business Profile oder Brand-Protection-Anzeigen können innerhalb weniger Wochen erste Ergebnisse zeigen. SEO-Verbesserungen brauchen meistens 3 bis 6 Monate, bis sich echte Bewegung in Rankings und Sichtbarkeit zeigt. Newsletter-Flows werden stärker, je mehr deine Abonnentenliste wächst.
Sieh das als 12-Monats-Projekt, nicht als 12-Tage-Fix. Die Hotels, die konsequent dranbleiben, sehen die stärksten Veränderungen im Buchungsmix.
2. Lohnt es sich, mit OTAs bei Google Ads zu konkurrieren?
Ja, aber nicht bei jedem Keyword. Es ist meistens nicht sinnvoll, gegen OTAs auf breite Begriffe wie „Hotel Wien“ oder „Hotels in München“ zu bieten. Diese Klicks sind teuer, breit und oft wenig profitabel.
Was sich fast immer lohnt, ist Brand Protection. Wenn Gäste nach deinem Hotelnamen suchen, sollten sie nicht zuerst bei Booking.com landen. Diese Menschen suchen bereits nach dir. Wenn du sie über eine OTA zurückgewinnst, zahlst du Provision für Nachfrage, die du eigentlich schon hattest.
Zusätzlich können sehr spezifische Suchbegriffe sinnvoll sein, wenn sie zu deiner Positionierung passen, zum Beispiel „ruhiges Boutiquehotel Wien 7. Bezirk“ oder „Familienhotel Salzburg mit Parkplatz“.
3. Was sollte ich zuerst priorisieren, wenn ich wenig Zeit habe?
Starte mit den Dingen, die direkt Einfluss auf Direktbuchungen haben.
Erstens: Erstelle eine klare „Warum direkt buchen?“-Sektion mit 3 bis 5 konkreten Vorteilen.
Zweitens: Stelle sicher, dass der Buchungsbutton auf deiner Website sichtbar und mobil leicht nutzbar ist.
Drittens: Optimiere dein Google Business Profile mit Fotos, korrekten Informationen und Bewertungen.
Viertens: Biete auf deinen eigenen Hotelnamen in Google Ads, wenn OTAs dort über dir erscheinen.
Das sind keine perfekten Langfriststrategien. Aber sie schaffen schnell eine bessere Grundlage.
4. Wie bekomme ich Reiseblogs dazu, mein Hotel zu erwähnen?
Beginne mit Recherche. Suche nach Begriffen wie „beste Hotels in [deine Stadt]“, „Boutiquehotels in [deine Region]“ oder „Wo übernachten in [dein Viertel]“. Notiere die Blogs, Magazine und lokalen Guides, die auf Seite 1 erscheinen.
Dann kontaktiere sie persönlich. Erkläre kurz, warum dein Hotel gut in ihren Guide passen würde. Verweise auf deine klare Positionierung, gute Bewertungen, besondere Lage oder konkrete Gästevorteile.
Mach es ihnen leicht. Schicke hochwertige Bilder, eine kurze Beschreibung, Direktlink zur Website und wenn passend ein Kooperationsmodell, zum Beispiel Provision pro Buchung oder eine redaktionelle Kooperation.
Wichtig: Es geht nicht um beliebige Backlinks. Es geht um relevante Erwähnungen an Orten, an denen deine zukünftigen Gäste wirklich suchen.
5. Funktioniert diese Strategie auch für Hotelketten und nicht nur für unabhängige Hotels?
Ja, aber die Umsetzung unterscheidet sich. Für unabhängige Hotels ist der größte Vorteil oft die individuelle Positionierung, Persönlichkeit und lokale Nähe. Für Hotelketten oder kleinere Hotelgruppen liegt die Chance stärker in skalierbaren Systemen.
Eine Hotelgruppe kann für jedes Haus klare Positionierung, lokale Seiten, Zimmerseiten, Google Business Profile, Direktbuchungsvorteile und Tracking-Systeme standardisieren. Wichtig ist aber, dass jedes Hotel trotzdem spezifisch bleibt.
Eine Kette sollte nicht versuchen, jede Seite gleich klingen zu lassen. Jedes Haus braucht klare lokale Signale und eine eigene Antwort darauf, warum Gäste genau dort buchen sollten.
6. Darf ich auf meiner eigenen Website günstiger anbieten als auf Booking.com?
Das hängt von deinen OTA-Verträgen und den geltenden Regeln ab. Viele Verträge enthalten Ratenparitätsklauseln, die öffentliche günstigere Preise auf der eigenen Website einschränken können. Deshalb solltest du das rechtlich und vertraglich prüfen, bevor du öffentlich niedrigere Preise bewirbst.
Aber auch wenn du keinen niedrigeren Preis anbieten kannst, kannst du Direktbuchungen trotzdem attraktiver machen. Biete zusätzliche Werte statt niedrigere Preise: Frühstück inklusive, Late Check-out, Upgrade nach Verfügbarkeit, flexiblere Stornierung, Willkommensgetränk, bessere Zimmerzuteilung oder exklusive lokale Tipps.
Oft reicht das bereits, weil Gäste nicht nur nach dem niedrigsten Preis entscheiden. Sie entscheiden nach dem Angebot, dem Vertrauen und dem Gefühl, dass Direktbuchung die bessere Wahl ist.
Mehr Gewinn für dein Hotel
OTA-Provisionen fühlen sich oft wie ein fixer Teil des Hotelgeschäfts an. Aber schon eine kleine Verschiebung von OTA-Buchungen zu Direktbuchungen kann einen spürbaren Effekt auf deine Marge haben.
Nutze den Rechner unten, um grob einzuschätzen, wie viel dein Hotel sparen könnte, wenn mehr Gäste über deine eigene Website statt über Drittplattformen buchen.
Direktbuchungs-Rechner
Wie viel könnte dein Hotel durch mehr Direktbuchungen sparen?
Berechne, wie viel OTA-Provision dein Hotel sparen könnte, wenn mehr Gäste über deine eigene Website buchen.
Mein 12-Monats-Ziel bei der Zusammenarbeit mit Hotels
Direktbuchungsanteil erhöhen
Ein realistisches erstes Ziel ist es, mehr Buchungen von OTAs auf deine eigene Website zu verschieben, ohne nur auf bezahlte Werbung zu setzen.
Das ist eine vereinfachte Schätzung auf Basis von Zimmerumsatz, Buchungsmix, Auslastung und OTA-Provision. Nicht berücksichtigt sind Stammgäste, Zusatzverkäufe, bessere Gästedaten oder der langfristige Wert von Direktbuchungen.
Wenn diese Zahl spannend für dich ist, schauen wir uns gemeinsam an, wo dein Hotel aktuell Direktbuchungen verliert. Wenn du bereits einen hohen Direktbuchungsanteil hast, finden wir die nächsten Hebel: zum Beispiel bessere Auslastung, stärkere Preise, klarere Angebote oder mehr Buchungen von Gästen mit höherem Wert.
Ich analysiere deine Website, deine Buchungsstrecke und deine Sichtbarkeit in Google und KI-Suchen. Danach zeige ich dir die klarsten Möglichkeiten, wie aus mehr Website-Besuchern direkte Gäste werden.